Teilnehmer-Beitrag zum Töltkurs auf dem Niederhof im Mai 2011
Am 21. und 22. Mai 2011 fand auf dem Niederhof wieder ein Töltkurs mit IPZV-Trainerin C, Sabine Moll statt. Bereits Freitagabend trafen, neben Sabine, bereits eine Teilnehmerin aus Müchen und drei Teilnehmerinnen mit zwei eigenen Pferden aus dem Kreis Esslingen auf dem Niederhof ein und „eröffneten“ den Kurs in geselliger Runde mit einer Flasche Wein und den Neuigkeiten seit dem letzten Kurs, von dem sich bereits einige kannten.
Nach einer gemütlichen Nacht teils in den Blockhütten, teils im Haus und nach einem guten Frühstück wurden die weitere Vorgehensweise, die Erwartungen und Ziele des Kurses gemeinsam mit Sabine und Dani besprochen wurden. Zwei weitere Reiterinnen aus Ravensburg trafen mit einem Gastpferd dann Samstag früh, nach dem Frühstück, ein.

Der jeweils halbstündige Einzelunterricht war am sonnigen Samstagvormittag schnell vorbei und beim gemeinsamen Mittagessen („Dani, wer soll das denn alles Essen?“) wurde der Unterricht besprochen und durch das Gespräch und die neutrale Bewertung durch Sabine konnte manch einer seinen Wissensschatz bereits jetzt erweitern.

Auch am Samstagnachmittag konnten alle Teilnehmer durch die fachmännischen Tipps und Hilfen von Sabine sowohl auf Danis als auch auf den Privatpferden spürbare Fortschritte bei sich selbst machen. Sei es mit dem Jungpferd Jörp oder mit der etwas älteren Rennmaus Kylja, nach diesem Tag stellten sich bereits sichtbare Veränderungen im Zusammenspiel von Pferd und Reiter ein. Nach einem gemütlichen Ausklang beim gemeinsamen Pizzaessen und einer fast „durch-fachgesimpelten“ Nacht konnte der Kurs am Sonntagmorgen zwar noch etwas müde aber doch motiviert in die zweite Runde starten.

Den Beginn machte Dani selbst, die von Sabine zu einer Mitmach-Einheit überredet worden war. An diesem Morgen hatten alle, teils auch nach Pferdetausch, ein wunderbares Gefühl auf ihren töltenden Pferden. Auch Sabine „wagte“ sich aufs Pferd und testete Maikes Jungpferd um bessere Tipps geben zu können und Maike zu zeigen, was das Pferd so alles drauf hat, wenn es will…
Nach der etwas längeren Mittagspause, in der Dani und Magni nochmals ran mussten und verschiedene Sättel zur Veranschaulichung mit verschiedenen Pferden gekreuzt wurden, wurden die Reitstunden nach der Hälfte der Teilnehmer, wegen des nun einsetzenden Regens, kurzerhand in die Bewegungshalle verlegt. Die letzte Reitstunde bot für alle einen schönen und interessanten Abschluss eines mal wieder gelungenen Kurses von dem jeder viele Neue (und auch aufgewärmte) Erkenntnisse mitnehmen konnte und mit diesen auch für die nächsten Wochen und Monate arbeiten kann.
Nach diesem tollen, lehrreichen, spannenden, witzigen, informativen, bauchstopfenden Wochenende können wir den nächsten Kurs mit Sabine und Dani kaum erwarten und freuen uns schon jetzt auf die Fortsetzung…
Vielen Dank Dani für die tolle Gastfreundlichkeit, die wir bei dir immer genießen dürfen und vielen Dank Sabine für den immer lehrreichen und geduldigen Unterricht während und nach dem Reiten!!
23. KW
Heu, Heu, Heu…„das machen wir selbst“…
Eigentlich dachte ich immer, dass das Wetter imSüden beständiger ist als im Norden. Und überhaupt war ich der Meinung, dass der Süden mit zahlreicheren Sonnenstunden gesegnet sei. Während es hier auch noch seit dem kalendarischen Sommeranfang immer und immer wieder regnete, fand das bessere Wetter im Norden statt.

Der Wechsel zwischen Sonne und Regen wirkt sich bekanntlich positiv auf das Pflanzenwachstum aus und so standen unsere Heuwiesen richtig „im Saft“. Jedoch ist bei der Heuernte der richtige Zeitpunkt wichtig, indem es geschnitten, bearbeitet und eingefahren werden kann. Im Gegensatz zur Silage darf es nicht mehr als 15 % Wasser enthalten und muss daher entsprechend mehrere Tage zur Trocknung auf dem Feld verbleiben, gekreiselt und geschwadert werden. Um eine gute Heuqualität zu erhalten, ist also eine „beständige“ Wetterprognose mit viel Sonne und ohne Regen notwendig.
Jörg, unser Perfektionist, ausgestattet mit den besten Maschinen und einer Wettervorhersage nur für Landwirte, wartete nur auf den richtigen Zeitpunkt. Am Dienstagmorgen sollte es dann endlich so weit sein, wenn nicht jetzt, wann dann? Das Gras wurde gemäht und anschließend mit dem Kreisler immer wieder gewendet, um eine gleichmäßige Trocknung zu gewährleisten. Und wie das roch, herrlich…!!! Und während Jörg so kreiselte und kreiselte war in der Ferne schon ein „rumoren“ am Himmel zu vernehmen. Wir schauten alle besorgt zum Himmel und hofften, dass die Schlechtwetterfront an uns vorbeizieht. Aus dem Rumoren wurde dann schnell ein Krachen und uns wurde klar, dass wir nicht verschont bleiben würden…die ersten Tropfen kamen vom Himmel und schwuppdiwupp ergoss sich der gesamte Inhalt der Wolken über uns und das Mähgut. Da standen wir nun unter dem Dachvorsprung und sprachen uns gegenseitig Mut zu…“das ist nur ein kurzer Schauer“… und wieder Krawumms…und noch mehr Wasser vom Himmel...
Doch glücklicherweise schadet es dem Heu in dieser
Phase nicht, wenn es Regen abbekommt. Und so war das Glück mit uns und es
folgten Tage mit viel Sonne und hohen Temperaturen, so dass Jörg das Mähgut
mehrmals täglich kreiselte und es schon am Donnerstag so weit war und wir das
Heu zu großen Rundballen pressen lassen konnten. Am Abend wurden von Jörg alle
Ballen von der Wiese in unsere Scheune gefahren. Dani und ich stapelten einige
Ballen mit dem Kran übereinander. Am Ende, gegen 23.30 Uhr, waren wir zwar
erschöpft und verschwitzt, aber dennoch glücklich über das schöne Heu. Jörg
misst Fieber - er überwacht und dokumentiert nun mehrmals täglich die Temperatur des Heus, um eine
mögliche Selbstentzündung zu vermeiden. Unsere Isis stehen jetzt oft am Weidetor mit Blick in die Scheune: Da würden sie jetzt wohl gerne drin sein, bei ihrem zukünftigen Heu. Und immer, wenn wir auf dem Weg zur
Tenne sind ,kommt uns dieser würzige Duft entgegen…
“so riecht der Sommer“!!!
Töltkurs auf dem Islandpfderdehof Mickhausen
Es ist vollbracht, ein Wochenende mit „Spannung und Entspannung“!

Zum gegenseitigen Kennenlernen kehrten alle Teilnehmer in kleiner Runde am Freitagabend in die nahegelegene Mickhauser Alm ein. In lockerer Atmosphäre war das Eis schnell gebrochen und jeder schilderte seine Erwartungen und Ziele, die er für dieses Wochenende anvisiert hat. Und wer meint, das es nach dem Essen zu Bett ging, hat sich so was von geirrt. In geselliger Runde wurde am Hof bis spät in die Nacht „gefachsimpelt“ ;o).

Der sonnige Samstagmorgen blickte in müde, aber dennoch motivierte Gesichter und so wurde der Vormittag für eine intensive Bestandsaufnahme seitens Sabine genutzt , um die weitere Vorgehensweise und die Reflektion der eigenen Bewertungen an sich selbst und dem Pferd zu besprechen. Durch das Gespräch und die neutrale Bewertung durch Sabine wurden so manche eigenen Gedankenmuster in Frage gestellt.
Nach einer gemütlichen Mittagspause ging es dann an´s „Eingemachte“. Jörg, unser Technikfreak, ausgestattet mit einer HD-Videokamera, filmte auf Zuruf durch Sabine einzelne Sequenzen des jeweiligen Reiterpaars. Nachdem die Pferde versorgt und sich alle Reiter erschöpft in der Reitstube einfanden, war das „Home Cinema“ bereits aufgebaut. Die Bilder und Aufnahmen waren in vielerlei Hinsicht für jeden verblüffend. Sowohl die hochauflösende und professionelle Qualität der Aufnahmen (nichts blieb verborgen) als auch das Erkennen der Ursächlichkeit der jeweiligen Reitprobleme. Sei es beispielsweise, das der Reiter mit seinem Becken nicht „in Balance“ ist und somit das Pferd immer auf der jeweiligen Hand in den Zirkel läuft…
oder
…eine Reiterin immer so verdammt gerade sitzt, als hätte sie „einen Stock verschluckt“ (Achtung: diese Aussage stammt nicht von der Verfasserin dieses Berichts ;o)) und das Pferd dadurch immer etwas verspannt läuft. Nach diesen Erkenntnissen folgten die Nährstoffzufuhr und ein erneuter Abend mit viel Fachsimpelei bis spät in die Nacht.

Ein wechselhafter Sonntagvormittag mit regnerischen Einlagen durch Petrus konnte die Stimmung der Reiter nicht trüben. Motiviert durch die gewonnenen Erkenntnisse und durch Sabines fachmännische Anweisungen waren bei dem einen oder anderen schon die ersten „Aha-Effekte“ zu spüren. So töltete beispielsweise Magni unter Dani so spektakulär, so dass klar ist, wer auf dem nächsten Turnier „die Punkte“ macht ;o).

Nach der etwas längeren Mittagspause (alle waren doch merklich erschöpft, nicht nur wegen der nächtlichen „Fachsimpelei“) wurden die Reitstunden, wegen des nun einsetzenden Dauerregens, kurzerhand in die Bewegungshalle verlegt. Zusätzlich sah sich der ein oder andere Reiter doch sehr beobachtet, da sich noch weitere Zuschauer einfanden. Und auch die letzte Reitstunde sollte für jeden Reiter wichtige Erkenntnisse bringen, und so passierte es, dass auch Tränen des Glücks flossen.
Und wer glaubt, dass es nur ums Reiten ging und alle Teilnehmer an dieser Stelle nach Hause fuhren, der irrt. Wenn ein Reiter mit Pferd auf Reisen geht, bedeutet es auch immer wieder, dass ein Pferd nicht mit einer „Selbstverständlichkeit“ in den Anhänger geht. Und hier wurde mit „natural horsemanship“ und Sabines Hilfe das Gastpferd stressfrei verladen.

Ein „spannendes“ Wochenende ging zu Ende und am Ende war es doch mehr „Entspannung“. Neue Bekanntschaften sind geknüpft und wer weiß, ob wir uns bei dem nächsten geplanten Kurs, spätestens im Herbst, wiedersehen. Bei uns jedenfalls laufen die Planungen auf Hochtouren…neue Reitschüler melden sich an und die Hütten werden für Übernachtungen gebucht. Auch für Wanderreiter in kleinen Gruppen haben wir Platz. Die Nachfrage an Kursen ist ungebremst und so werden wir unsere Terminseite Stück für Stück aktualisieren und bitten Euch noch um etwas Geduld.

Schaut immer mal wieder auf unsere Seiten. Wollt Ihr uns persönlich kennenlernen, so seid Ihr natürlich herzlich eingeladen, uns zu besuchen. Eine kurze telefonische Anmeldung genügt und somit ist gewährleistet, dass wir auch genügend Zeit für Euch haben.